Kinder sitzen gemeinsam beim Vorlesen in einer Betreuungseinrichtung

Erste Hilfe in Bildungs- und
Betreuungseinrichtungen für Kinder

Der Kurs für pädagogische Fachkräfte

Ein Kind stürzt auf dem Außengelände. Beim Frühstück entwickelt sich plötzlich eine allergische Reaktion. Im Morgenkreis beginnt ein Kind zu krampfen.
Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen bedeutet deshalb mehr, als einzelne Maßnahmen zu kennen.

Für pädagogische Fachkräfte treffen in solchen Situationen zwei Aufgaben unmittelbar aufeinander: medizinisch sinnvoll helfen und gleichzeitig für ein Kind da sein, das vielleicht Angst hat, Schmerzen hat oder gar nicht versteht, was gerade passiert.

Genau darauf ist die Erste-Hilfe-Schulung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder ausgerichtet.

Du trainierst Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kindern und Erwachsenen und beschäftigst dich mit Notfallsituationen, die im Alltag von Kita, Schule und Betreuung eine besondere Rolle spielen können.

Dabei verbinden wir medizinische Maßnahmen mit dem pädagogischen Blick: Was beobachte ich? Was braucht das Kind jetzt? Wie erkläre ich, was passiert? Wie organisiere ich gleichzeitig weitere Hilfe und die Betreuung der Gruppe?

Die DGUV sieht für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen eine eigene Schulungsform vor, die Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Erwachsenen und Kindern miteinander verbindet.


Alle Infos auf einen Blick

ZielgruppePädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte und Betreuungspersonal
Dauer9 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten
OrtKarlsbad, Straubenhardt oder Inhouse direkt in Ihrer Einrichtung
Gruppengrößemaximal 15 Personen
KostenKostenübernahme durch den zuständigen Unfallversicherungsträger möglich
ZertifikatTeilnahmebescheinigung gemäß DGUV & FEV


Die speziell für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder vorgesehene Schulung umfasst 9 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Kenntnisse werden in der Regel innerhalb von zwei Jahren wieder aufgefrischt.

Du arbeitest mit Kindern und möchtest deine Erste-Hilfe-Kenntnisse auf diesen Alltag ausrichten? Hier findest du die aktuellen Termine.


Du lernst im „Erste Hilfe in Bildungs-& Betreuungseinrichtungen für Kinder“ – Kurs

Notfallsituationen bei Kindern und Erwachsenen einschätzen

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – gleichzeitig müssen pädagogische Fachkräfte auch Erwachsenen Erste Hilfe leisten können.

Deshalb lernst du, Notfallsituationen bei beiden Altersgruppen einzuschätzen, auf den Eigenschutz zu achten, Hilfe zu organisieren und die nächsten Maßnahmen aus deinen Beobachtungen abzuleiten.

Die DGUV-Schulung verbindet ausdrücklich Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Erwachsenen und Kindern.

Lebensrettende Maßnahmen praktisch trainieren

Du übst die Beurteilung von Bewusstsein und Atmung sowie lebensrettende Maßnahmen praktisch.

Dabei beschäftigen wir uns mit den Besonderheiten bei Kindern und damit, wie sich bekannte Abläufe an Alter und Situation anpassen.

Der praktische Umgang mit Notfallsituationen steht im Mittelpunkt – denn Erste Hilfe soll nicht nur verstanden, sondern auch angewendet werden können.

Typische Situationen aus dem pädagogischen Alltag aufgreifen

Ein Sturz vom Klettergerüst stellt andere Fragen als eine plötzlich auftretende Atemnot oder ein Krampfanfall.

Neben den verbindlichen Grundthemen können deshalb weitere Inhalte entsprechend dem Bedarf der Teilnehmenden und der Einrichtung ausgewählt werden. Der DGUV Grundsatz sieht diese bedarfsorientierte Ergänzung ausdrücklich vor.

So können auch Situationen aufgegriffen werden, die Euer Team tatsächlich beschäftigen.

Ein Kind begleiten – nicht nur behandeln

Ein verletztes oder erkranktes Kind braucht nicht nur eine medizinische Maßnahme.

Es braucht jemanden, der ruhig erklärt, zuhört, tröstet und möglichst verständlich vermittelt, was gerade passiert.

Deshalb gehört die psychische Betreuung von Kindern und Erwachsenen ausdrücklich zu den Lernzielen dieser Schulung.

Wir schauen auch darauf, wie du ein Kind einbeziehst, wie du mit Nähe und Unsicherheit umgehst und wie Erste Hilfe gelingen kann, ohne die Bedürfnisse des Kindes aus dem Blick zu verlieren.

Im Team und mit der Gruppe handeln

Während ein Kind versorgt wird, verschwinden die anderen Kinder nicht.

Wer bleibt bei der betroffenen Person? Wer organisiert den Notruf? Wer informiert weitere Verantwortliche? Wer übernimmt die übrige Gruppe?

Gerade in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen lohnt es sich deshalb, Erste Hilfe nicht nur als einzelne Maßnahme, sondern als gemeinsame Aufgabe zu betrachten.


Was Teilnehmende aus dem Kurs mitnehmen

Gut ausgerüstet – ohne von Informationen überrollt zu werden

In einem Erste-Hilfe-Kurs für pädagogische Fachkräfte kommen viele Themen zusammen. Trotzdem sollst du am Ende nicht mit einer langen Liste einzelner Maßnahmen nach Hause gehen.

Mir ist wichtig, dass du Zusammenhänge verstehst, praktisch üben kannst und eine Orientierung entwickelst, auf die du im Alltag zurückgreifen kannst.

Unterschiedliche Methoden, konkrete Situationen aus Kita, Schule und Betreuung sowie ausreichend Raum für Fragen helfen dabei, neues Wissen mit den eigenen Erfahrungen zu verbinden.

So soll nach dem Kurs nicht der Gedanke bleiben: „Das war ganz schön viel.“
Sondern eher das Gefühl: „Ich weiß jetzt, wie ich in solchen Situationen sicherer handeln kann.“

Feedback von Anne K. zum Erste Hilfe-Kurs für Erzieherinnen
Feedback von Anne K. zur Erste-Hilfe-Schulung für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen

Offene Kurse für pädagogische Fachkräfte

Offene Termine eignen sich besonders, wenn einzelne Mitarbeitende geschult werden sollen oder ein eigener Kurs in der Einrichtung nicht sinnvoll ist.

Auch hier steht das praktische Training im Mittelpunkt. Unterschiedliche Erfahrungen aus Kita, Schule und Betreuung können den Austausch zusätzlich bereichern.


Erste-Hilfe-Schulung direkt in Ihrer Einrichtung

Ein Inhouse-Kurs bietet bei diesem Thema einen besonderen Vorteil: Wir befinden uns direkt in dem Umfeld, in dem Ihre Mitarbeitenden Kinder täglich begleiten.

Wo liegt das Erste-Hilfe-Material? Wie wird intern Hilfe organisiert? Welche Wege muss der Rettungsdienst zurücklegen? Gibt es Kinder, für deren bekannte Erkrankungen besondere Abläufe vereinbart wurden? Wie wird die übrige Gruppe betreut, während ein Kind versorgt wird?

Solche Gegebenheiten können dort in Übungen und Fallbeispiele einfließen, wo sie zum vorgesehenen Kursrahmen passen.

So verbindet sich die fachliche Erste-Hilfe-Schulung mit den tatsächlichen Abläufen Ihrer Einrichtung.


Häufige Fragen zur Ersten Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder

Für wen ist die Schulung gedacht?

Die Schulung richtet sich an Personen, die in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder tätig sind, beispielsweise pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte und Betreuungspersonal.

Wie lange dauert der Kurs?

Die Erste-Hilfe-Schulung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder umfasst 9 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten und findet in Präsenz statt.

Ist das ein eigener Kinder-Erste-Hilfe-Kurs?

Es handelt sich um die von der DGUV vorgesehene Erste-Hilfe-Schulung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder. Sie vermittelt Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Erwachsenen und Kindern und berücksichtigt zusätzlich Anforderungen, die für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen relevant sind.

Gibt es bei diesem Kurs Ausbildung und Fortbildung?

Die DGUV unterscheidet bei dieser Kursform nicht mehr zwischen einer eigenen Aus- und Fortbildung. Es gibt die einheitliche Schulungsform „Erste-Hilfe-Schulung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder“. Eine Auffrischung ist in der Regel innerhalb von zwei Jahren erforderlich.

Werden auch Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Erwachsenen behandelt?

Ja. Die Schulung vermittelt lebensrettende und einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Erwachsenen und Kindern.

Kann die Schulung direkt in unserer Kita oder Schule stattfinden?

Ja. Der Kurs kann als Inhouse-Schulung direkt in Ihrer Einrichtung durchgeführt werden. Ihre Gegebenheiten und typische Fragestellungen können dort berücksichtigt werden, wo sie sich sinnvoll in die vorgesehenen Inhalte integrieren lassen.

Kann der Kurs auf mehrere Tage aufgeteilt werden?

Ja. Bei den Inhouse-Kursen kann der Kurs an die internen Abläufe angepasst werden und zum Beispiel an zwei Nachmittagen stattfinden. Diese sollten aber in kurzem Abstand zueinander liegen.

Können die Kosten übernommen werden?

Die Lehrgangsgebühren werden grundsätzlich vom zuständigen Unfallversicherungsträger getragen. Bei Unfallversicherungsträgern der öffentlichen Hand können vor dem Kurs zusätzliche Kostenübernahmeerklärungen erforderlich sein.


Erste Hilfe für den Alltag mit Kindern

Wenn du an einem offenen Kurs teilnehmen möchtest, findest du hier die nächsten Termine.

Planen Sie die Schulung für Ihr Team, können wir gemeinsam besprechen, wie sie sich sinnvoll mit den Rahmenbedingungen Ihrer Einrichtung verbinden lässt.